Daten im Betrieb

Archive for the ‘Online Reputation’ Category

Ein schon etwas älteres Interview mit Dirk Baecker, einem der bekanntesten und bedeutestend deutschsprachigen Soziologen der Gegenwart. Die Frankfurter Rundschau befragte den Soziologen mit Blick auf die Datenschutzproblematik zu Loyalität, Vertrauen und Datenkontrolle in Unternehmen.

Hier ein paar Auszüge, hier z.B. zur Brauchbarkeit der dem Datensammelwahn der Unternehmen entsprungen Daten:

Sind die Daten, die aus solchen Screenings gewonnen werden, für ein Unternehmen denn überhaupt brauchbar?

Um einem Verdacht nachzugehen und ihn entweder zu bestätigen oder aus der Welt zu schaffen, sind sie allemal brauchbar. Man darf nur nicht den Fehler machen, die gewonnenen Daten bereits für einen Beweis zu halten, dass das befürchtete Verhalten tatsächlich vorliegt.

Der Datensammelwahn, nicht zuletzt ein Zeichen von Unfähigkeit und schlechtem Management: Den Rest des Beitrags lesen »

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Wir sitzen gerade nach langem Herbst wieder zusammen, @rodionabsurd und @kellerabteil, denken an @askowronek und reden wieder mal über das Thema … ja, wie nennen wir das Thema eigentlich …?
Berührt so viel:

  • Datenschutz
  • Persönlichkeitsrechte
  • ArbeitnehmerInnen2.0
  • Unternehmen2.0
  • Betriebsrat2.0
  • Gegenöffentlichkeit2.0

Womit hiermit begonnen werden soll, eine Sammlung an exemplarischen Situationen und Szenarien in der Arbeitswelt2.0, die allesamt eines gemein haben, in Legislative und Judikatur noch ziemlich neu und ungeklärt zu sein.

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Dass in Deutschland im nächsten Jahr Betriebsratswahlen anstehen, ist jetzt nicht besonders bemerkenswert. Interessant aber ist, dass sich bereits im Jahr 2008 die Fachzeitschrift „Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht“ des Themas „Virtueller Betriebsratswahlkampf“ angenommen hat. Frank Maschmann beantwortet über mehrere Seiten die von ihm selbst gestellte Frage, ob ein Virtueller Belegschaftswahlkampf im Netz des Arbeitgebers statthaft ist.
Und wie es sich für einen dem Lager der Arbeitgeber nahesteheden Jura-Prof wie Maschmann geziemt, ist die Antwort ein ebenso klares wie kategorisches „Nein!“

Aber selbst Maschmann muss den Arbeitnehmern zugestehen, was ohnehin nicht zu vermeiden ist:
Dass nämlich ein „Virtueller Betriebsratswahlkampf“ dann unvermeidbar ist, wenn die Kandidaten ihre virtuellen Wahlkampfaktivitäten im öffentlich zugänglichen Internet statt im unternehmenseigenen Intranet bzw. Virtual Private Network umsetzen.

Chancen und Möglichkeiten eines Virtuellen Betriebsratswahlkampfs

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Das selbe alte und altbekannte Spiel:
ein Unternehmen fühlt (1) sich von den „Gesetzen des Marktes“ her berechtigt, jegliche auch Persönlichkeits- und Arbeitsrechte verletzende Praxis zur eigenen Gewinnmaximierung einzusetzen, wird (2) bei solchen Praxen ertappt und spielt daraufhin sofort (3) die Öffentlichkeitsarbeit-Strategie, dass man als Unternehmen diese Praxen schon abgestellt habe und ein superduper-netter Arbeitgeber voller Verantwortung sei.

Dieses Spiel kann freilich nicht nur einmal betrieben, sondern nahezu beliebig oft wiederholt werden. Das hat zuletzt der Herr Ex-Bahnchef Ich habe mir nichts vorzuwerfen Mehdorn in endlosen Schleifen durchexerziert und schließlich tatsächlich überstrapaziert. (jetzt soll Mehdorn Innenminister werden 😉 )

Jetzt ist es wieder eines der Handels-Unternehmen mit der fröhlichen Managementphilosophie, durch Druck, Stress und Überwachung die letzte Optimierung aus dem eigenen – leider notwendigen – Arbeitsvieh herauszupressen, an der Reihe das Spiel von Bespitzelung, ertappt werden, sich als guter Arbeitgeber präsentierten aufzuführen.
Ja, der Diskonter Lidl ist gemeint.
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Am Donnerstag und Freitag letzter Woche fand in Wien ein Folgetreffen der UNI Europa zu ‚web2.0 and Online Rights‚ statt. Organisiert wurde die eineinhalbtägige Konferenz von der work@professional Interessensgruppe der GPA-djp gemeinsam mit der UNI Global Union.

pdf_file_normalEs war dies wie gesagt ein Folgetreffen, da bereits im Dezember letzten Jahres eine größere Konferenz in Tallin zum selbigen Thema der ‚Online Rechte von ArbeitnehmerInnen‚ (PDF) stattgefunden hatte.

Vortrag zu den web2.0 Herausforderungen für Gewerkschaften und Betriebsräten
Im Zuge der Konferenz durfte ich einen Vortrag halten und hatte am zweiten Tag ein Workshop zu leiten. Hier findet ihr die PowerPoint-Präsentation zu meinem Vortrag. Freilich ist sie in Englisch gehalten, da es sich um eine internationale Veranstaltung handelte mit KollegInnen aus ganz Europa von Griechenland über Dänemark bis Portugal:

Zur Präsentation und dem weiteren Text …

Max Kossatz von wissen belastet und ua. ein Personalist im ORF zu ‚Digital Reputation‘.

Siehe dazu auch diesen Eintrag auf ORF ON Science.


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