Daten im Betrieb

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20120412-144844.jpgÜber die Schulung und Beratung zu arbeits- und datenschutzrechtlichen Grundlagen hinaus, wird mit dem Seminar „Datenschutz und Datensicherheit praktisch am PC“ ein Blick auf technische Grundlagen der IT-Nutzung im Betrieb.

Heute starten wir damit sozusagen im Erstversuch mit einer Gruppe von elf BR-Mitgliedern, die Kapazität des EDV-Raums im Bildungszentrum der AK Wien bereits überschreitend – die Nachfrage nach dem Seminar war sprichwörtlich riesengroß.

Daher: Weitere Termine sind in Planung!
In ein paar Wochen wird es ein zweites Seminar für die KollegInnen auf der Warteschlange geben. Für den Herbst überlegen wir seitens der GPA-djp Bildungsabteilung vielleicht schon zweitägige Seminare anzubieten.

 

Das Seminar

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Frisch erschienen: Der neueste Infofolder aus der Abteilung Arbeit und Technik der GPA-djp zur Verwendung personenbezogener Daten im Betrieb: „Ich seh, ich seh, was du nicht siehst!“

Trifft sich natürlich hervorragend, dass der Daten im Betrieb-Blog da quasi im Titel mit vertreten ist 😉

Die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien und die Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck, Journalismus, Papier laden nun erneut zu einer Veranstaltung zum Thema.

DATENSCHUTZ IM BETRIEB
Gelebte Praxis oder heiße Luft?

Mittwoch, 25.11.2009, 16-19 Uhr
GPA-djp Vista 3, Alfred Dallinger Platz 1, 1034 Wien
Anmeldung bis Freitag, 20.11.2009, an sabine.jovic@akwien.at

GPA-djp - AK

Für weitere Details siehe den Veranstaltungshinweis auf Arbeit&Technik 2.0.

Videoüberwachung
Ist in einem Unternehmen die Einführung einer Videoüberwachung geplant, so handelt es sich um eine Kontrollmaßnahme, die die Menschenwürde berührt, und daher gemäß § 96 Abs 1 Z 3 ArbVG nur mit Zustimmung des Betriebsrates (Betriebsvereinbarung!) eingesetzt werden darf. Der Betriebsrat hat hier also ein starkes Mitbestimmungsrecht. In Betrieben, in denen es keinen Betriebsrat gibt, muss der Arbeitgeber von jeder/jedem einzelnen MitarbeiterIn die Zustimmung zu dieser Maßnahme einholen.
Darüber hinaus muss für die Videoüberwachung die Genehmigung der Datenschutzkommission (nach § 16 Abs 2 DSG) sowie die Registrierung im Datenverarbeitungsregister eingeholt werden.
Diese grundlegenden Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor eine Videoüberwachung im Betrieb aufgenommen werden darf.

Immer unter Beobachtung

Artikel von Christian Resei
aus ‚Solidarität Nr. 918′

Wer denkt, dass einzig der E-Mail-Verkehr überwacht werden kann, irrt gewaltig. Jeder Arbeitsschritt und jede Pause können dokumentiert werden. Ein neues Buch zeigt, was ArbeitnehmerInnen und -geberInnen erlaubt und was verboten ist. [Wir haben das Buch hier schon präsentiert.]

Lauschangriff. Der große Bruder wacht. Bei Travel Value Wien, den früheren Duty Free Shops, wurden Kameras in den Geschäften installiert. „Angeblich sind die Kameras nur da, um Diebstähle zu verhindern“, berichtet Thomas Kreiml von der Abteilung Arbeit und Technik bei der GPA-djp.
In der Tat gab es in Budapest Überfälle auf die Travel-Value-Filiale. Doch einige Kameras zeigten vor allem die Arbeitsbereiche der Belegschaft. „Das Argument des Sicherheitsaspektes konnte hier nicht wirklich aufrecht erhalten werden“, erklärt Thomas Kreiml.

Durch Intervention der GPA-djp wurden deshalb einige Sicherheitskameras wieder abmontiert. „Doch die übrigen Kameras sind derzeit nicht aktiv. Denn die Datenschutzkommission hat die Anlage nicht gebilligt“, stellt Ashwani Scharna, Betriebsrats-Vorsitzender von Travel Value Wien, klar.

Weiterlesen …

Man möge glauben, dass in der modernen Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts, in der vielfach selbstständige, kommunikationsfreudige MitarbeiterInnen, ja letztlich ArbeitnehmerInnen mit Unternehmergeist gesucht bzw. von den Unternehmen sogar gefordert werden, Vertrauen und kooperativer Geist an der Tagesordnung stehen. Dass dem nicht so ist, zeigt die Meinung von ExpertInnen, die von einer Zunahme der Überwachung von ArbeitnehmerInnen ausgehen (wie bereits folgender Artikel

Die Überwachung am Arbeitsplatz nimmt zu. Öffentlich gewordene Fälle seien nur die Spitze des Eisbergs, sagen Experten in der „Rechtspanorama“-Debatte.

Hier der ganze diePresse.at-Artikel vom Mai 2008, der mir soeben untergekommen ist.

Im Auftrag der Arbeiterkammer Wien sowie der Fachgewerkschaften führt das Forschungsinstitut FORBA eine Studie zur „Verwendung personenbezogener Daten und Grenzen betrieblicher Mitbestimmung“ durch.

big brother is watching you enter password

Ein Teil der Untersuchung besteht in einer Befragung von BetriebsrätInnen, Personalvertretungen und Beschäftigten zum betrieblichen Datenschutz. Diese sind auf ihrem Arbeitsplatz in zunehmendem Maße mit Systemen konfrontiert, die Daten personenbezogen verarbeiten und deren Anwendung in Betriebsvereinbarungen geregelt werden soll, um die ArbeitnehmerInnen vor übermäßiger Kontrolle und Überwachung zu schützen. Die Grundlage für derartige Regelungen auf betrieblicher Basis stellen vor allem das Arbeitsrecht (Arbeitsverfassungsgesetz, insbesondere die §§ 96 und 96a ArbVG) sowie das Datenschutzgesetz 2000 (DSG 2000) dar.

Die aktuelle Studie untersucht in diesem Zusammenhang, inwieweit in Betrieben sorgsam mit Beschäftigtendaten umgegangen wird und welche Strategien Betriebsräte bzw. Personalvertretungen bei der Regelung der verschiedenen Systeme (z.B.: Zeiterfassung, Telefon, Internet/Email, SAP, Betriebsdatenerfassung, Zutritts- und Videokontrolle) verfolgen.

Der Fragebogen kann sowohl online als auch schriftlich ausgefüllt werden:

  • Link zum Online-Fragebogen
  • Download Fragebogen BetriebsrätInnen (Printversion, PDF)
  • Download Fragebogen Beschäftigte (Printversion, PDF)

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