Daten im Betrieb

Fallbeispiele 2.0 und rechtliche Implikationen?

Posted on: 18. Dezember 2009


Wir sitzen gerade nach langem Herbst wieder zusammen, @rodionabsurd und @kellerabteil, denken an @askowronek und reden wieder mal über das Thema … ja, wie nennen wir das Thema eigentlich …?
Berührt so viel:

  • Datenschutz
  • Persönlichkeitsrechte
  • ArbeitnehmerInnen2.0
  • Unternehmen2.0
  • Betriebsrat2.0
  • Gegenöffentlichkeit2.0

Womit hiermit begonnen werden soll, eine Sammlung an exemplarischen Situationen und Szenarien in der Arbeitswelt2.0, die allesamt eines gemein haben, in Legislative und Judikatur noch ziemlich neu und ungeklärt zu sein.

Wir wollen Fälle sammeln, für die eine Bewertung in Zukunft notwendig und immer drängender werden wird, die aber in gegenwärtiger Lage noch Graubereiche darstellen.

  • Was wenn das Unternehmen von der Angestellten erwartet, die eignen Accounts auf z.B. facebook oder twitter für Arbeit fürs Unternehmen zu verwenden (PR, Beratung, Service, …)
  • Was wenn mein Unternehmen mir wegen privater Äußerungen in meiner Freizeit auf z.B. facebook, Blog, … Probleme macht, weil es mir das Recht abspricht, irgendeinen Bezug zum Unternehmen herzustellen.
  • Was wenn es eine Facebook Seite (oder irgendeine Online Community) der MitarbeiterInnen meines Unternehmens gibt und das Unternehmen bereits die Mitgliedschaft/Assoziation zu dieser Community mit der Verantwortung für die Inhalte verbindet.
    (Wenn z.B. das Unternehmen alle Mitglieder einer Gruppe dafür haftbar machen will, dass das Unternehmenslogo dort abgebildet wird.)
  • Was wenn ich als Betriebsrat kanditiere oder wirke und meine Service, ohne Betriebsintern zu verraten, über das Internet zugänglich mache.
  • Was wenn ich illegale Praktiken des Unternehmens oder einer Person oder Gruppe im Unternehmen über das Internet sichtbar mache und dokumentiere.
  • Was wenn im Krankenstand Aktivität auf einem meiner Webprofile sichtbar ist und mir das Unternehmen das als Arbeitsfähigkeit auslegt.
  • Was wenn das Unternehmen die „Online Reputation“ einer ArbeitnehmerIn als Begründung für z.B. eine Kündigung oder Nichtberücksichtigung für Beförderung/Vorrückung angibt bzw. anwendet.
  • Was wenn das Unternehmen die „Online Reputation“ einer BewerberIn als Begründung für z.B. Nichtanstellung oder Nachreihung anwendet.
  • Was wenn ein Betriebsrat wegen Führung eines MitarbeiterInnen-Blogs entlassen wird.
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